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Nachbarschaft: alleinlebende Demenzbetroffene

 

Wohnt in Ihrem Haus oder in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eine betagte Person alleine, hat keine Familie in der Nähe, bekommt selten Besuch? Dann ist es wichtig, dass Sie aufmerksam sind. Als Nachbar haben wir in unserer heutigen Gesellschaft auch eine Verantwortung.

Wenn sich eine Person in Ihrem Umfeld auffällig anders als sonst verhält, verwirrt wirkt, sich zurückzieht oder ohne ersichtlichen Grund immer wieder bei Ihnen als Nachbarn klingelt, dann können das mögliche Anzeichen für eine Demenz sein. Auch zunehmende Verwahrlosung ist ein Hinweis.  


"Was brauchen Sie, damit Sie sich zuhause wohl fühlen?
- Einen Nachbarmensch."

(Antwort einer Demenzbetroffenen)


Wenn tatsächlich eine Demenz vorliegt, dann kann es besonders schwierig sein, hinter die oftmals so lange aufrecht gehaltene Fassade zu blicken und Hilfe anzubieten, geschweige denn zu leisten.

"Vielen Betroffenen fehlt die Einsicht, dass sie krank sind und Hilfe brauchen. Sie meinen, alles im Griff zu haben, sind oft misstrauisch, wiegeln ab oder verweigern sich jeglicher Diskussion. Gegen aussen versuchen sie, eine intakte Fassade aufrechtzuerhalten. Die Frage, wie sie im Alltag zurechtkommen, bringt vermutlich kaum Aufschluss über den tatsächlichen Hilfsbedarf." (aus dem Infoblatt "Alleinlebende Menschen mit Demenz") 

 

Was kann man tun?

Wenn Sie Ihre Hilfe anbieten, die betreffende Person aber nicht das Gefühl hat, hilfsbedürftig zu sein, dann bewirken Sie möglicherweise nur Rückzug und Misstrauen. Bei einer vorliegenden Demenz hilft kein Argumentieren und Aufzeigen der Schwierigkeiten, im Gegenteil. Versuchen Sie Vertrauen aufzubauen, indem Sie gemeinsam Zeit verbringen und Dinge erledigen, auch um mögliche Schwierigkeiten wahrnehmen zu können. Machen Sie möglichst konkrete Angebote - es hilft immer über tatsächlich Sichtbares zu reden - und begründen Sie die Vorschläge nicht mit den Defiziten, sondern betonen die Vorteile der Massnahmen. 

 

Bei Verdacht und weiteren Fragen können Sie sich gerne bei uns melden. Alzheimer Bern, Tel. 031 312 04 10 oder regionbern@alz.ch.
  

Testen Sie Ihr Wissen zur Demenz

 
"Das wichtigste "Medikament" eines von Alzheimer Betroffenen ist sein Angehöriger", so die Psychologin Bettina Roth. Wenn die Angehörigen die Demenz des Betroffenen zunächst akzeptieren, dann können sie lernen, mit dem veränderten Verhalten des Betroffenen auch auf eine neue Weise umzugehen. Das Umfeld muss sich nämlich dem veränderten Erleben des Demenzbetroffenen anpassen, nicht umgekehrt. Eine Demenz lädt die Angehörigen dazu ein, kreativ zu werden und neue Dinge auszuprobieren. 

Mit folgendem Quiz können Sie Ihr Wissen zur Demenz testen, und gegebenenfalls auch Neues dazu lernen. Viel Spass!

 

QUIZ "Die Betreuung zu Hause" 

 

Vorteile einer Mitgliedschaft

 

Mit Ihrer Mitgliedschaft bei Alzheimer Bern (Jahresbeitrag CHF 50,-)

  • erhalten Sie neueste Informationen rund um das Thema Demenz
  • können Sie ihre Sorgen und wertvolle Erfahrungen an einer begleiteten Selbsthilfegruppe teilen
  • können Sie vergünstigt an Kursen und Seminaren teilnehmen
  • erleben Sie Entspannung und Unterstützung in den Alzheimer-Ferien
  • erleben Sie einen fröhlichen Tag an unserem jährlichen Mitgliederausflug 
  • haben Sie Stimmrecht an unserer jährlichen Mitgliederversammlung

Was haben wir von Ihrer Mitgliedschaft? 

  • Sie unterstützen die Angebots-Vielfalt von Alzheimer Bern.
  • Sie geben Alzheimer Schweiz und Alzheimer Bern politisches Gewicht.

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(Die Kollektiv-Mitgliedschaft für Institutionen und Organisationen beträgt CHF 200,- pro Jahr.)

 

 

Demenz-Wegweiser Kanton Bern

 

In 10 übersichtlichen Kapiteln hat Alzheimer Bern Informationen zum Thema Demenz im Kanton Bern zusammengestellt. Dieses Buch ist via Post oder bei den Zweigstellen zum Preis von CHF 10.- erhältlich.

Den Wegweiser gibt es auch in französischer Sprache.


Demenzwegweiser Kanton Bern

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