Von der Schweizerischen Alzheimervereinigung 2009/2010 geförderte Forschungsprojekte:
Les politiques d’aide aux malades d’Alzheimer en Suisse. Définition des besoins et gestion des conflits à chaque étape du parcours de vie.
Die Alzheimer-Krankheit bringt bei Erkrankten und pflegenden Angehörigen vielschichtige Bedürfnisse hervor. Gehen die lokalen Pflege- und Versorgungssysteme angemessen auf diese Bedürfnisse ein? Wie gut sind die Maßnahmen auf die Bedürfnisse und Lebenssituationen der betroffenen Personen abgestimmt? Wichtig sind drei Zeiträume im Krankheitsverlauf: die Diagnosestellung, die Zeit starker Hilfs- und Pflegebedürftigkeit sowie das Lebensende. Unsere Untersuchung vergleicht Betruungs- und Pflegesysteme in den drei Kantonen Genf, Thurgau und Wallis. Im Zentrum der Analyse stehen Spannungen oder Konflikte, die in den jeweiligen Krankheitsabschnitten zwischen Betroffenen und den Betreuungs- und Pflegesystemen entstehen, sowie das Erkennen von neuen lokalen Lösungen.
Projektleitung: Barbara Lucas
Université de Genève, Resop, Faculté des Sciences Economiques et Sociales (SES)
Kontakt: barbara.lucas@unige.ch
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«work & care». Herausforderungen und Lösungsansätze zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und familialer Pflege. Eine explorative Studie zur Arbeitnehmer- und Arbeitgeberperspektive.
Das Projektteam «work & care» untersucht, wie sich die Pflege von demenzkranken Angehörigen mit der eigenen Berufstätigkeit verbinden lässt und wo Schwierigkeiten bestehen. Es geht darum, aus der Sicht der Angehörigen und des Betriebes die herausfordernden Situationen und deren Bewältigung zu erheben. Dafür wurden 30 Interviews mit betroffenen Erwerbstätigen und ehemaligen Erwerbstätigen geführt. Zudem fand eine online Umfrage bei allen Mitarbeitenden der Bank Coop statt. Abgerundet wird das Bild durch Experteninterviews mit Personen aus der nationalen Politik, aus Bundesbehörden und Verbänden der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Lösungsansätze für Arbeitnehmende und Arbeitgebende zu entwickeln, um die Vereinbarkeit zu thematisieren und zu erleichtern.
Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iren Bischofberger
Kalaidos Fachhochschule Schweiz
Kontakt: iren.bischofberger@kalaidos-fh.ch
Dokumentation zum Projekt (PDF)
Homepage work & care
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Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia (BPSD) in Swiss nursing homes: an analysis of existing RAI-data.
Diese Studie soll aktuelle Daten zur Häufigkeit von Verhaltensstörungen und anderen psychischen Veränderungen in Altersheimpatienten in der Schweiz liefern. Solche Störungen sind äusserst belastend für die Patienten, deren Familien und die Pflegenden. Auch Zusammenhänge zwischen solchen Störungen und anderen möglicherweise beeinflussbaren Faktoren sollen untersucht werden. Zudem können Erkenntnisse über den zeitlichen Verlauf dieser Störungen gewonnen werden.
Diese Analysen bauen auf anonymisierten bereits vorliegenden Daten aus den Kantonen BS, SO und AG auf; sie sollen zur Grundlage für zukünftige Interventionsstudien werden.
Projektleitung: Dr. med. Armin von Gunten
Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Service universtitaire de psychiatrie de l’âge avancé
Kontakt: armin.von-gunten@chuv.ch
Mitglieder der Forschungsgruppe (PDF):
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La relation entre personnalité prémorbide, symptômes comportementaux et psychologiques (SCP) et déclin coginitif ultérieur dans les démences débutantes: Une étude pilote.
Diese Studie erforscht den Einfluss von Persönlichkeitszügen auf psychologische Störungen und Störungen des Verhaltens bei beginnenden Alzheimer-Patienten. Ausserdem möchte die Studie die mögliche Verbindung zwischen Persönlichkeitszügen und einer zukünftigen Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit bei diesen Patienten untersuchen. Ein besseres Verständnis von Persönlichkeitsveränderungen könnte zur frühzeitigeren Diagnose beitragen. Dies wiederum würde helfen, Patienten und deren Angehörige besser auf medizinische, finanzielle und rechtliche Entscheidungen vorzubereiten. Die Resultate dieser Studie sollen zu weiteren Studien verhelfen, die neue Interventionen bei psychologischen Störungen und Störungen des Verhaltens unter Berücksichtigung von Persönlichkeitszügen jedes Einzelnen untersuchen.
Projektleitung: Prof. Jérôme Rossier, Institut de Psychologie, Université de Lausanne, Dr. med. Armin von Gunten, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Service universtitaire de psychiatrie de l’âge avancé
Kontakt: armin.von-gunten@chuv.ch
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Exploration des facteurs influençant l’impact d’une practique de l’activité physique regulière auprès de la personne âgée >65 ans avec une démence.
Die Fähigkeit, Alltagstätigkeiten auszuführen, wird durch ein regelmässiges Bewegungstraining gefördert. Die Nützlichkeit eines solchen Trainings für ältere, mässig bis sehr demenzkranke hospitalisierte Patienten ist wenig beschrieben. Diese Studie hat das Ziel, die Wirksamkeit eines Bewegungsprogramms sowie Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, zu untersuchen. Sollte sich das Bewegungsprogramm als wirksam erweisen, kann es auch demenzkranken Personen, die zuhause leben, nützen.
Projektleitung: Elisabeth Bürge, Haute école de santé, Genève (heds)
Kontakt: elisabeth.burge@hesge.ch
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Implizites emotionales Lernen und psychophysiologische Reaktionen bei demenzkranken Personen
Personen, die an einer Demenz erkrankt sind, haben enorme Schwierigkeiten Neues zu lernen. Ist es möglich, dass sie ihre Gefühle anderen Personen gegenüber und ihre Präferenzen dennoch ändern können? Dieser Frage möchten wir in dieser Studie nachgehen und zeigen, dass demenzkranke Personen bestimmte, neue Erfahrungen unbewusst speichern können. Wenn wir mehr über solche Lernprozesse wissen, können wir hoffentlich viele ihrer Reaktionen besser verstehen und zur Weiterentwicklung nichtmedikamentöser Therapien beitragen.
Projektleitung: Andreas Blessing, Psychiatrische Klinik Münsterlingen
Kontakt: andreas.blessing@stgag.ch
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Effects of the interdisciplinary delirium and dementia prevention and management program DEMDEL
Akute Verwirrtheitszustände können bei älteren Menschen im Zusammenhang von akuten Erkrankungen oder Operationen auftreten. Menschen mit Demenz sind dafür besonders empfindlich. Akute Verwirrtheit bei einer vorbestehenden Demenz zu erkennen, ist eine Herausforderung. Das Basler Demenz-Delir-Programm untersucht in seinem Forschungsprogramm «Effekte des interdisziplinären Basler Delir und Demenz Präventions- und Management Programms DemDel» die Auswirkungen eines Früherkennungssystems für akute und chronische Verwirrtheit. Insbesondere wird der Fragestellung nachgegangen, inwieweit das Programm geeignet ist, akute Verwirrtheitszustände zu mildern und zu verkürzen.
Projektleitung: Wolfgang Hasemann, Klinische Pflegewissenschaften, Universität Basel
Kontakt: whasemann@uhbs.ch
Homepage Basler Demenz-Delir-Programm
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Repräsentative Erhebung zur primärärztlichen Versorgung Demenzkranker in der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung leitlinienkonformer Diagnostik und Therapie
Mittels einer schweizweiten, repräsentativen Online-Erhebung wollen wir herausfinden, inwieweit Hausärzte und Hausärztinnen Demenzen früh erkennen und bei der Diagnostik und Therapie die anerkannten Leitlinien umsetzen. Hierzu kommen u. a. Fallgeschichten zum Einsatz. Mit diesem etablierten Verfahren haben wir bereits Vorerfahrungen. Die aktuell erhobenen Daten sollen Ausgangspunkt gezielter Informations- und Schulungsprogramme sein, mit dem Ziel die primärärztliche Versorgungsqualität und Früherkennung Demenzkranker zu verbessern.
Projektleitung: Prof. Dr. med. Gabriela Stoppe, Dr. med. Lienhard Maeck, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
Kontakt: lienhard.maeck@upkbs.ch
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Motivationale Reservekapazität als protektiver Faktor bei leichter Alzheimer-Demenz (AD) und leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI)
In einer Längsschnittstudie wird ein Modell der Motivationalen Reservekapazität (MR) überprüft. Das Modell nimmt an, dass ein lebenslanges Training in motivationalen Fähigkeiten zu einer Kompensation geschädigter neuronaler Netzwerke führt. Untersucht wird, inwiefern frühere motivationale Fähigkeiten den kognitiven Abbau bei der Alzheimer-Demenz und die Konversion von MCI zur Alzheimer-Demenz vorhersagen, sowie das Auftreten von Depression und Apathie. Die Ergebnisse werden helfen, Menschen mit einem Risiko für Alzheimer-Demenz sowie Apathie/Depression zu identifizieren, so dass sie entsprechende Therapieangebote erhalten. Da motivationale Fähigkeiten trainierbar sind, sollten sie dann in Präventionsmassnahmen berücksichtigt werden.
Projektleitung: Dr. Simon Forstmeier, Universität Zürich, Psychologisches Institut, Psychopathologie und Klinische Intervention
Kontakt: s.forstmeier@psychologie.uzh.ch
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Empfehlungen für einen Leitfaden für Dialysepflegefachleute im Umgang mit dementen Menschen an der Hämodialyse
Das Dialysesetting stellt eine spezielle Herausforderung an den Umgang mit demenzkranken Menschen. Es erfordert Massnahmen, die einer optimalen Pflege und Betreuung entgegenstehen. Konfliktreich sind beispielsweise das Bedürfnis demenzkranker Menschen nach Bewegung einerseits und die Anforderungen der Dialyse andererseits, also das ruhige Liegen und die Fixierung der Arme. Es ist davon auszugehen, dass Pflegefachpersonen in solchen Situationen Unterstützung benötigen.
Mittels der Methode der partizipativen Aktionsforschung nach Stringer werden eine Ist-Analyse beim Pflegeteam, ein umfangreicher Überblick zur Forschungsliteratur und eine Expertenbefragung durchgeführt. Ziel des Projektes ist das Erstellen von Empfehlungen in Form eines Leitfadens.
Projektleitung: Gisela Rütti
Klinik für Nephrologie und Hypertonie, Inselspital Bern
Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel
Kontakt: gisela.ruetti@stud.unibas.ch
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