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Menschen mit Demenz und Angehörige



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Übergabe von 15'000 Unterschriften unter das Manifest 'Priorität Demenz'

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Medienmitteilung vom 15.5.2009

Eine schweizerische Demenzpolitik tut Not

Manifest «Priorität Demenz» Bundesrat Couchepin überreicht

Heute leben rund 100'000 Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz in der Schweiz. Im Jahr 2030 werden es voraussichtlich schon doppelt so viele sein und im Jahr 2050 bereits mehr als 300'000. Die Schweizerische Alzheimervereinigung appelliert an die Politik, sich dem Thema endlich zu stellen und eine schweizerische Demenzpolitik in Angriff zu nehmen. In einem heute Bundesrat Pascal Couchepin überreichten Manifest «Priorität Demenz» fordert die Vereinigung unter anderem, die
Förderung der Früherkennung, die Erweiterung des Angebots an Therapien und ein flächendeckendes Netz von demenzgerechter und bezahlbarer Pflege und Betreuung. Für die dringend nötige politische Diskussion braucht es eine aktuelle Kostenstudie.
Das Manifest wurde von 15'000 Personen unterzeichnet.

Alzheimer und andere Formen der Demenz sind eine der grossen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Die Alterung der Bevölkerung wird dazu führen, dass die Zahl der Demenzkranken in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigen wird. Hinzukommt, dass sich auch die Gesellschaftsstrukturen ändern, mit der Folge, dass immer mehr Demenzpatienten alleine leben werden. Es besteht auf vielen Gebieten Handlungsbedarf: heute erhält nur ein Drittel der Demenzkranken eine Diagnose und pflegende Angehörige von Demenzkranken sind weitgehend auf sich gestellt. «Schaffen wir heute schon die nötigen Rahmenbedingungen für ein Leben mit Demenz zu Hause – solange es noch Zeit ist. Es ist ein Weg, der sich
letztlich auch ökonomisch auszahlen wird.», sagte die Zentralpräsidentin der Alzheimervereinigung Myrtha Welti an der Medienkonferenz.

«In der Schweiz wird die Demenzproblematik weiterhin stiefmütterlich behandelt,» kritisiert SP-Nationalrat Jean-François Steiert, der gemeinsam mit Nationalrat Reto Wehrli in der Sommersession der Eidgenössischen Räte zwei Motionen einreichen und den Bund damit zum Handeln zwingen will. Was andere europäische Länder längst in Angriff genommen haben, muss auch bei uns erkannt werden - wir brauchen eine gesamtschweizerische Demenzpolitik!

Kontakt:
Myrtha Welti, Präsidentin, 079 337 81 39
Brigitta Martensson, Geschäftsleiterin, 079 679 21 19
Jean-François Steiert, Nationalrat SP, 079 204 13 30
Reto Wehrli, Nationalrat CVP, 079 502 77 84

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