Medikamente dienen zur Erhaltung und Förderung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz

Montag, 16. Oktober 2017

 

Immer wieder stellt sich die Frage nach dem Einsatz von Medikamenten in der Behandlung von Demenz, besonders auch der Alzheimer Demenz. Diese Frage ist durchaus berechtigt, gibt es doch bis heute keine Heilung. Aber es gilt, zwischen verschiedenen Formen von Behandlung zu unterscheiden: auch wenn es leider noch keine heilende Therapie für Demenz gibt, so kann eine gezielte medikamentöse Behandlung dazu beitragen, Begleitsymptome wie depressive Verstimmungen oder Unruhezustände zu verbessern. Darüber hinaus können mit bestimmten Medikamenten die Symptome der Demenz gemildert werden, was zur Lebensqualität beiträgt. Für ihre Wirksamkeit ist jedoch deren Einnahme in sehr frühem Stadium der Erkrankung ein wichtiger Faktor.

 

Medikamenta bei Demenz

 

Neben der medikamentösen Therapie sind immer auch nicht-medikamentöse, also psycho-soziale Massnahmen (z. B.  Musiktherapie) als zweite wichtige Säule in einer Demenztherapie zu verstehen. Diese zielen vor allem auf psychische Verhaltensstörungen ab, die zu den Symptomen der Erkrankung gehören. Die psycho-sozialen Therapieformen müssen den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben der Erkrankten angepasst werden und sind über den gesamten Krankheitsverlauf wichtige Bestandteile der Begleitung und Betreuung der Erkrankten.

 

 

Eine Behandlung mit Medikamenten muss immer die individuelle Gesundheitssituation als ganze betrachten. Denn gerade ältere Menschen, die noch immer die Mehrheit der Demenzerkrankten ausmachen, nehmen oft aufgrund anderer Erkrankungen noch weitere Medikamente ein. Unerwünschte Wechselwirkung, die zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der geistigen Leistungsfähigkeit führen, können die Folge sein. Gleiches gilt, wenn vom Arzt verordnete Medikamente nicht verschreibungsgemäss eingenommen oder ohne Rücksprache mit ihm auf eigene Faust abgesetzt werden. Sollten Erkrankte selbst oder auch ihre Angehörigen von der Verordnung bestimmter Medikamente nicht überzeugt sein oder sich nach einer angemessenen Zeit die gewünschte Wirkung nicht einstellen, ist es immer ratsam, das Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin zu suchen oder auch eine Zweitmeinung einzuholen.

 

Richtig eingesetzt leistet eine medikamentöse Behandlung jedoch  einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz. Alzheimer Schweiz hat mit Experten aus Psychiatrie und Neuropsychologie zwei wichtige Konsensuspapiere erarbeitet, die Informationen und Empfehlungen für die Verordnung verschiedener Medikamente für demenzkranke Menschen zuhanden der Ärzteschaft enthalten:

Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auch in unseren kostenlosen Broschüren:

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