Alzheimer Obwalden-Nidwalden

Menschen mit Demenz und Angehörige



Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation  
Jahresbericht 2010 zum Downloaden:

Bericht von der Mitgliederversammlung 2011

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Fokuspreisverleihung 2011

Die Sektion Obwalden-Nidwalden der Schweizerischen Alzheimervereinigung freute sich dieses Jahr besonders auf die Verleihung des Fokuspreises. Wir durften ihn einer Frau überreichen, die selber an Alzheimer erkrankt ist und in mutigen Auftritten sich dieser Krankheit stellt: Margrit Grossrieder aus Hergiswil.

Als Pflegefachfrau und Familienfrau begleitet und betreut sie seit ihrer Pensionierung im Seniorenzentrum Zwyden als freiwillig Mitarbeitende Menschen mit Demenz. Im Rahmen einer Veranstaltung der Zwyden Seminare zum Thema Demenz hat Frau Grossrieder vor einer grossen Anzahl Teilnehmenden ihre Diagnose „Alzheimer“ publik gemacht und aufgezeigt, was es bedeutet, mit dieser Krankheit zu leben. Sie stellt sich der Krankheit in vorbildlicher Art und Weise und besucht trotzdem weiterhin die Bewohner im Zwyden. Margrit Grossrieder ist auch eine wertvolle Besucherin unserer Angehörigengruppe. Ihre Erfahrungen mit den Schwierigkeiten und dem Umgang mit den Wortfindungsstörungen bereichern jeweils die Diskussionen.
In Frau Margrit Grossrieder konnte eine würdige Preisträgerin geehrt werden. Wir wünschen ihr und ihrer Familie von Herzen alles Gute und viel Kraft.
Zeitungsartikel ONZ

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DEMENZ – PERSPEKTIVEN – TANZEN !

Am Mittwoch, 24. November 2010 lud die Alzheimervereinigung OW-NW um 19.00 Uhr ins Hotel Postillon in Buochs ein. Es war ein ganz besonderer Abend!

Frau Dr. phil. Bettina Ugolini, Gerontopsychologin und Leiterin der psychologischen Beratungsstelle „Leben im Alter“ am Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich, referierte zu den Möglichkeiten und Perspektiven für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Der Anlass, der bewusst in zwei Teile gegliedert war, lockte eine grosse Zuhörerschaft an. Auch über die positiven Auswirkungen des Tanzen wurde berichtet, denn Wissenschaftler des Albert Einstein College in New York haben für eine Studie 468 Personen im Alter 75+ untersucht und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • „Tanzen wirkt vorbeugend gegen das Verarmen von Nervenzellen in der Grosshirnrinde, die für das Gedächtnis, Denk- und Sprachvermögen verantwortlich sind.
  • Eine komplexe Betätigung wie Tanzen, die sowohl die Stimmung positiv beeinflusst als auch den Körper aktiviert, kann ausgedehnte Strukturen im Hirn wiederbeleben.
  • Durch regelmässige Aktivitätsschübe beginnen sich Nervenzellen neu zu verschalten, wobei das Gehirn wieder leistungsfähiger wird.“
Bewegung, Tanzen kostet nichts. Im Gegenteil, Bewegung steigert die Lebensfreude. Es wurde daher an dieser Veranstaltung nicht nur über die Krankheit und die enorme Aufgaben der Pflegenden gesprochen. Wir wollten ungewohnte, vielfach einfache und bekannte Wege aufzeigen, die begangen werden können um sich Pausen und Erholung zu verschaffen und gleichzeitig das Gehirn im Schuss zu halten. So haben die beiden Tanzgruppen Happy-Line-Dancers Stans und die Seniorenvolkstanzgruppe Obwalden eine „aufgeräumte“ Stimmung hergezaubert.

Nach dem Referat wurde aktiv das Tanzbein geschwungen.

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Fokuspreis 2010

Presseartikel zur Fokuspreis-Verleihung 2010

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Gruppentreffen für pflegende Angehörige
Am Monatstreffen vom November 2009 durften wir Frau Monika Dudle-Ammann, Lic. iur. Direktorin der Ausgleichskasse Nidwalden, mit Fragen rund um die finanziellen Aspekte der Alzheimerkrankheit befragen. In ihrem Einführungsreferat zeigte sie die Komplexität des schweizerischen Sozialversicherungswesens auf. Seit dem zweiten Weltkrieg wuchs dieses System historisch, oft auch kantonal unterschiedlich und es ist für den Laien nicht ganz einfach, auf Anhieb an der richtigen Stelle anzuklopfen.
Einzelne Teilnehmer stellten konkrete Fragen zur Finanzierung der Pflege, der Pflegehilfsmittel, des Heimaufenthaltes, der Transportkosten etc. und erhielten kompetente Auskunft.

Öffentliche Veranstaltung: Demenz - der eigene Wille bleibt. Programm hier herunterladen

29.10.2009
„DEMENZ - DER EIGENE WILLE BLEIBT“
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Pro Senectute Nidwalden zum Thema:
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Referentinnen:
Judith Naef, lic. iur. Rechtsanwältin, Zürich
Theres Dal Molin, dipl Sozialarbeiterin HFS, Pro Senectute NW

pdfPatientenverfügung - damit der eigene Wille in jedem Fall zählt. Gekürztes Referat von Judith Naef, gehalten am 29. Oktober 2009.
[04.12.2009, 60.2k]

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Angehörigengruppe

Die Verantwortlichen der Angehörigengruppe organisierten mit den Angehörigen und ihren Patienten einen Ausflug nach Maria- Rickenbach auf 1150 Metern ü. M

Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Wärme holten wir uns bei einem Spaziergang Richtung Alpboden neue Lebensenergie und den nötigen Appetit fürs Mittagessen. Im Pilgerhaus wurde uns ein reichhaltiges Menü serviert. Den Dessert mit Kaffee genossen wir auf der Terrasse und konnten uns von der Sonne noch etwas bräunen lassen.
Für alle war der Ausflug ein schönes Erlebnis. Die täglichen Sorgen konnten für einige Stunden im Tal gelassen werden.
Wir freuen uns heute schon auf den Ausflug im nächsten September.

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„Mit Alzheimer zu Hause leben - aber wie“

Dass ein Netzwerk an Dienstleistungen wirksame Hilfe und Entlastung für Pflegende von Demenzpatienten bieten kann, zeigen drei Organisationen. Gefordert aber sind alle.

„Mit dieser Veranstaltung, die nicht das Medizinische der Krankheit Demenz als solche, sondern deren Folgen für die Pflegenden und Betreuenden in den Mittelpunkt stellt, wollen wir die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen sensibilisieren. Pflegende Familienangehörige können ihre immense Aufgabe nur meistern, wenn sie Hilfe vom gesamten Umfeld bekommen. Darum heisst unsere Devise: Demenz – Gesellschaft, Politik – wir alle sind gefordert“, rief Maria Küchler-Flury der grossen Gästeschar im Sarner Hotel Krone zu. Die Sektion OW-NW der Schweizerischen Alzheimervereinigung (ALZ), welche Maria Küchler zusammen mit dem Nidwaldner Josef Würsch präsidiert, stellte das sich gegenseitig ergänzende Netzwerk von ALZ, Spitex Obwalden und dem Kantonalverband Unterwalden des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK Unterwalden) vor.

Verständnisvolle Begleitung
Die bekannte Gerontologin Ruth Ritter-Rauch beeindruckte zu Beginn der Veranstaltung mit ihrem Impulsreferat „Mit Demenz zu Hause leben – eine Herausforderung für uns alle“. Sie, die selber ihren an Alzheimer erkrankten Mann jahrelang pflegte, weiss um die riesige Belastung aus der man gestärkt oder zerbrochen hervorgehen kann. Verunsicherung, Angst, Trauer, Schuldgefühle, Angebundensein, Isolation und nicht zuletzt die enorme Belastung des Familienbudgets seien schlicht und einfach nicht allein zu bewältigen. „Das Hin- und her gerissen sein zwischen Verantwortung und Flucht, zwischen Zuneigung und Abneigung, zwischen Trauer und Wut ruft geradezu nach Auszeiten für Pflegende“, hielt sie fest. Und weiter: „Herz und Vernunft können sich nähern, wenn pflegende Angehörige von ihrem Umfeld getragen werden und sie verständnisvoll begleitet, jedoch nicht bedrängt werden. Sie müssen spüren, dass man ihnen Zeit lässt, den für sie gangbaren Weg zu finden.“
Die Voraussetzung für die optimale Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten wie Angehörige, Arzt, Spitex, SRK, Sozialberatung der Pro Senectute, Tageszentren, stationären Einrichtungen, Freunden und Nachbarn. „Ob Patient oder Angehöriger, wir haben die Pflicht, beiden soviel Hilfe und Unterstützung zu geben, dass sie ein Leben in Würde führen können“, lautete ihr Appell.

Hilfsangebote annehmen
Anschliessend präsentierten vier kompetente Fachfrauen das Netzwerk von Dienstleistungen und Entlastungsmöglichkeiten. Rosmarie Bachmann, Leiterin der Informations- und Beratungsstelle ALZ, Franziska Schilter, Einsatzleiterin des SRK-Entlastungsdienstes, und die beiden Spitex-Pflegefachfrauen Margrit Zurbuchen und Petra Rohrer stellten ihre umfangreichen Hilfsangebote für Angehörige und an Demenz Erkrankte in allen Details vor. Man spürte förmlich die Begeisterung, mit welcher die vier Frauen ihre Möglichkeiten für praktische Hilfe voll ausschöpfen. Am wenigsten bekannt ist dabei sicher der Entlastungsdienst des SKR Unterwalden. Der Obwaldner Kantonsrat habe beschlossen, dass Gemeinden, die solche Entlastungsangebote schafften, mit einem Kantonsbeitrag zu entlasten seien, erklärte Maria Küchler. Zurück zu den Frauen: Schwellenangst vor einer Kontaktierung brauche niemand zu haben, Angst vor Fremdbestimmung schon gar nicht, Respekt und Anerkennung stünden im Vordergrund und Schweigepflicht sei selbstverständlich, meinten sie übereinstimmend.
Themen der engagierten Diskussionsrunde am Schluss waren unter anderem das rechtzeitige Anklopfen bei den verschiedenen Dienstleistungsbetrieben, das Anrecht auf lückenlose Diagnose und Information und der Zeitpunkt für einen Heimeintritt. „Angebote sind da, nutzt sie“, riet Maria Küchler.

Informationen, Angebote: Alzheimervereinigung Obwalden-Nidwalden, Telefon 041 661 24 42, Spitex Obwalden, 041 662 90 90, SRK Unterwalden, 041 660 75 27
Bea Zai

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