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Versorgung in der Schweiz

Auswertung von RAI-Daten im Auftrag der Schweizerischen Alzheimervereinigung

Die Schweizerische Alzheimervereinigung ist interessiert an möglichst robusten Daten zum Ausmass und zur Situation von Menschen mit einer Demenz in der Schweiz. Im RAI System wird beim Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim und in halbjährlichen Abständen ein klinisch-pflegerisches Asssessment nach international anerkannten Standards durchgeführt. Die Assessmentdaten werden elektronisch gespeichert und stehen damit grundsätzlich auch für Forschungsfragen zur Verfügung. Im Auftrag der Schweizerischen Alzheimervereinigung wurden Daten von über 26'000 Bewohnerinnen und Bewohner ausgewertet.


Grundversorgung

Der Bericht Grundversorgung Demenz beschreibt den Sollzustand und befasst sich in erster Linie mit der ambulanten ärztlichen und pflegerischen Behandlung, Betreuung und Begleitung der Menschen mit Demenz sowie mit der Situation ihrer Angehörigen. Er stellt dar, welche Versorgung nötig ist.

Die Schweizerische Alzheimervereinigung in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Schweiz hat den Bericht im Jahr 2002 zu Handen der Fachstelle Altersfragen des Bundesamtes für Sozialversicherung verfasst.





Aktuelle Versorgung (2004)

Im Jahr 2004 hatte nur ein Drittel der Demenz-Erkrankten eine Diagnose und ein Drittel wurde als „mit Verdacht auf Demenz“ beschrieben. Durch eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag der Schweizerischen Alzheimervereinigung von gfs.bern im Jahre 2004 unter allen Hausärzten, allen Spitex-Diensten sowie allen Alters- und Pflegeheimen in der Schweiz durchgeführt wurde, konnte die aktuelle Demenzversorgung zum ersten Mal beschrieben werden. Die Situation hat sich inzwischen wahrscheinlich verbessert, z.B. in Hinblick auf den Anteil demenzerkrankter Menschen mit einer formellen Diagnose.

Die Broschüre Aktuelle Versorgung vergleicht die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen mit der tatsächlichen Versorgungssituation im Jahr 2004.

 

Im Jahr 2006 deckten die Plätze in demenzspezifischen Tagesstätten in der Schweiz nur 12% des Bedarfs ab

Im 2006 hat die Schweizerische Alzheimervereinigung eine Umfrage unter 124 Tagesstätten für Menschen mit Demenz durchgeführt und dadurch Informationen zu den Strukturen und zur Anzahl verfügbarer Plätze erhalten.

Ein typisches Tageszentrum in der Schweiz, das demenzkranke Menschen aufnimmt, verfügt über 11 Plätze für 10 Besucher pro Tag. Es ist an fünf Tagen pro Woche von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Damit kann der Bedarf von etwa 27 Menschen mit Demenz gedeckt werden, die das Tageszentrum an 2 Tagen pro Woche besuchen. Um den Gesamtbedarf zu decken, müsste es 980 solcher Tageszentren geben.

 

Die Situation hat sich inzwischen dank dem zunehmenden Bewusstsein bezüglich den spezifischen Bedürfnissen der Menschen mit Demenz sichtbar verbessert.